Kirchbauverein Golm e.V.

Eine Gruppe von Golmer Bürgerinnen und Bürgern hat 2002 den Kirchbauverein Golm gegründet, um die Kirchengemeinde bei der Restaurierung der Kirchen zu unterstützen. Gemeinsam mit der Gemeinde wurde an der Neuen Kirche schon viel wenn auch nicht alles erreicht. Nun geht unser Augenmerk auch auf die Instandsetzung der Alten Kirche.

WANG SHUGANG –temporäre Installation des Werks „ Turn to Happiness“ im Innenraum der Kirche

Die Golmer Kirchen sind am 13.09.2020, dem Tag des offenen Denkmals, ab 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr  geöffnet und laden mit der Installation von Wang Shugang zu einem Besuch ein. Bitte beachten Sie die Hygieneregeln. Leider können wir nicht, wie gewohnt, Kaffee und Kuchen anbieten.


Wang Shugang ist ein international renommierter Künstler, der mit seinen bekannten Mönchsfiguren Installationen Räume besetzt, die hierdurch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

In diesem Fall ist es der Innenraum der Alten Kirche in Golm.
Anlässlich des Tags des offenen Denkmals am 13. September 2020 wird die Tür zu diesem Kirchenraum von 10 Uhr -17 Uhr geöffnet, der zu einem der ältesten sakralen Stätten der Stadt Potsdam gehört. Die Alte Kirche befindet sich in einem baulich bedenklichen Zustand und bedarf der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Mit Hilfe der Initiative des Kirchenbauvereins ist in den letzten Jahren die Substanz auf ein Minimum, das Dach, die Decke des Innenraums und die Außenmauern, gesichert worden. In der aktuellen Phase wird ein restauratorisches Gutachten erstellt, als Grundlage für die weiteren Sanierungen.
Die Installation von Wang Shugang besteht aus 12 Mönchsfiguren, die jeweils einen Lichtstab halten.

In einem Kreis in der Mitte der Kirchenhalle gestellt, vollziehen die Mönche eine in sich geschlossene und wiederkehrende Prozession. Sie reflektiert das Moment der Wiederholung. Ein Begriff der Kontinuität, die in den liturgischen Prozessen der Religionen eine wesentliche und grundlegende Rolle spielen. Dieser Aspekt behandelt auch die Idee der Meditation und die religiöse Hingabe nach dem Regelwerk der Klöster. Die Mönchsfiguren geben in ihrer Gestaltung und Farbe tibetanische Mönche wieder. Wang Shugang beschäftigt sich in seinem Werk seit 20 Jahren intensiv mit dieser Figur, nachdem er in den 80iger Jahren aus seiner Heimatstadt Peking Klosteranlagen im Tibet besuchte und die Zerstörung dieser Kultur erlebt hat. Die Farbe Rot steht bei ihm auch für China. In der Ikonografie steht sie für den Kommunismus aber auch für die Tradition der Mönchskultur im Tibet.
2009 und 2010 wurden seine fegenden Mönche im Park Sanssouci in den Säulengängen der Friedenskirche ausgestellt. Mittlerweile sind diese Skulpturen weltweit auf den Kontinenten verteilt, im öffentlichen Raum, in Museen und bekannten Sammlungen. Aktuell werden diese im Mannheimer Kunstverein im Innenhof gezeigt.
Die Installation der 12 Mönche mit dem Titel „ Turn to Happiness“ wurde im Sommer im Schloss Schwetzingen mit anderen Skulpturen gezeigt und lagern nun im Atelier von Stefan Pietryga in Golm.

Es war naheliegend diese Gruppe in der Alten Kirche Golm zu zeigen. Sinnfällig zeigt diese, wie wichtig dieser Raum ist, der seit Jahrhunderten als sakraler Raum genutzt wird und ein wichtiger Ort der Gemeinde ist. Diesen in seiner Kontinuität im Wandel der Zeit zu erhalten ist die Aufgabe und es ist das Ziel diesen Raum wieder nutzbar zu machen.

Alte Golmer Dorfkirche - Bausteine für ein Nutzungs- und Baukonzept

Im Dezember 2018 beauftragte der Gemeindekirchenrat Golm (GKR) eine Projektgruppe aus Mitgliedern des GKR und des Kirchbauvereins, ein Bau- und Nutzungskonzept für die Alte Dorfkirche Golm zu entwickeln. Dieses wurde dem GKR im März 2019 vorgelegt. Die vorliegende Kurzfassung mit Erläuterungen (HLöh) stammt vom Januar 2020 und wurde am 10. Februar 2020 vom Gemeindekirchenrat beschlossen.
Nutzungs- und Baukonzept lesen

Kirche, ein Ort der neugierig macht!

Wer im Urlaub entspannt durch die Straßen läuft, um eine Stadt kennen zu lernen, wird unweigerlich von den historischen Bauten angelockt. Ob Kirchen, Burgen, Fachwerkhäuser oder Stadtmauern: alles Alte ist interessant und will besucht werden. Man hat das Gefühl, dass man an den Mauersteinen oder an den Verzierungen der Türen und Fenster erkennen kann, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Je besser die Gebäude gepflegt sind, desto besser der Eindruck über die Menschen, die darin wohnen.

Auch hier in Golm erleben wir das immer wieder. Steht die Kirchentür offen, kommen Besucher, trauen sich erst nicht einzutreten und sind dann doch an der Architektur und der Gestaltung des Kircheninneren interessiert. Einige erzählen, dass sie schon häufig vorbeigekommen sind, aber nie eine Chance hatten, in die Kirche hinein zu schauen. Innen empfängt sie der hohe Raum, die schlanken Säulen, das neogotische Gewölbe, die hohen Fenster, der Altarraum mit der Malerei hinter dem geschmückten Altar, die Kanzel und das alte Taufbecken. Es kommen Erinnerungen auf, an eine Taufe, an die eigene Konfirmation, an die Beerdigung eines verstorbenen Angehörigen oder an das Krippenspiel letzte Weihnacht.

Es ist für den Besucher sichtbar, dass unsere Kaiser-Friedrich-Kirche wieder in einem ganz guten Zustand ist. Die Wände sind neu gestrichen, die Beleuchtung unterstreicht die Höhe des Gewölbes und ist dennoch nicht aufdringlich. Der Kronleuchter, dessen Oberflächen dringend restauriert werden müssten, um im alten Glanz zu erstrahlen, schwebt erhaben über den Sitzbänken. Die Ruhe ist sehr wohltuend. Für einen Moment fühlt man sich geborgen. Dieses schöne Gefühl gibt es nur hier in der Kirche. Nicht im Büro, nicht auf dem Amt, nicht im Geschäft oder auf dem Bahnhof. Überall ist Hektik, nur hier in der Kirche nicht!

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