Ziel: Instandsetzung der Kaiser-Friedrich-Kirche

Erstes Ziel ist die Instandsetzung des Gebäudes der neuen Golmer Kirche, der Kaiser-Friedrich-Kirche. Diese wurde nach ursprünglichen Plänen des preußischen Baumeisters Gette, des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (dem späteren Kaiser-Friedrich III) und seiner Gemahlin, Prinzessin Victoria von England und Irland, geplant und errichtet. Die Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes soll entsprechend historischer Vorlagen erfolgen. Die Wiederinstandsetzung soll allerdings so geschehen, dass die heutige, vielseitige Nutzung der Kirche möglich bleibt. Dem kundigen Auge eröffnen sich zahlreiche Schäden, die es zu beheben gilt. Kleinere Dinge, wie Zerstörungen oder unsachgemässe Herrichtungen von Fassadenelementen, die verlorengegangenen bunten Glasfenster und das langsam ausbleichende Bild im Altarraum. Doch zunächst geht es vorrangig um die Erhaltung der Bausubstanz, um den fortschreitenden Verfall zu stoppen. Am Turm und teils in der Fassade sind die provisorisch geschlossenen Einschüsse aus den letzten Kriegstagen zu sehen. Bereits im Jahre 2006 konnten die Schallluken des Glockenturms, die Glockenstube, die Ziffernblattnischen der Ugr, die Ziffernblätter und die Uhr selbst wieder hergerichtet werden. Besonders stolz sind wir darauf, dass die schiefergedeckte Spitze des Turmes, der sogenannte Dachreiter, der im Jahre 1971 abgerissen werden

musste, da er herunterzustürzen drohte, nun wieder aufgesetzt wurde. Damit ist das einstmals elegante Erscheinungsbild der Kirche wieder erstanden und der Turmstumpf ist Vergangenheit.

Nun steht der nächste Bauabschnitt an. Die schadhaften, rissigen Betondachsteine aus einer Noteindeckung in den sechziger Jahren, soll durch Dachziegel ersetzt werden, die dem Original weitgehend nahekommen: braune Dachziegel mit einem grünen Schmuckmuster im unteren Bereich. Man kann am Turm bereits erkennen, wie es einmal aussehen soll. Zudem sollen die Dachgaupen wiederhergerichtet und die Sparren des Dachstuhles ausgetauscht werden, da sie so abgenutzt sind, dass die Ziegel quasi abrutschen. Doch Hauptziel dieser Maßnahme ist neben der Herstellung des historischen Erscheinungsbildes die Abdichtung des Daches und der verschiedenen Dachanschlüsse ans Mauerwerk, denn überall dringt Feuchtigkeit ins Gebäude und hat bereits zu erheblichen Schäden geführt.

Aufgegliedert in verschiedene Bauabschnitte sind dies die notwendigen Baumaßnahmen:

1. Sanierung und Rekonstruktion des oberen Turms mit Glockenstuhl: erledigt 2006
2. Aufsetzen des Helms oder Dachreiters: erledigt 2006
3. Sanierung des Turmschaftes: offen
4. Dachstuhl und Bedeckung des Kirchenschiffes: aktuelles Projekt 2010
5. Außenfassade: offen
6. Innensanierung: offen