Hausanschlüsse und eine Gruft auf dem Friedhof

Um den Ausbau des Begegnungshauses Alte Dorfkirche Golm vorzubereiten, wurden die Herbsttage genutzt und die Hausanschlüsse verlegt. Von den Stadtwerken wurden die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom bis auf das Grundstück vorgestreckt. Mit Unterstützung des Nachbarn Dennis Kleye wurde ein 30 m langer Graben von der Steinplatte vor dem Turmeingang bis zu den Übergabestellen an der Grundstücksgrenze freigelegt. Alles geschah unter strenger Aufsicht der Archäologen und das war auch gut so. Auf einem alten Friedhof, der seit hunderten von Jahren als letzte Ruhestätte benutzt wurde, weiß man nie, was dort zu finden ist. Und so geschah es, dass der Bagger plötzlich auf ein Hindernis stieß, welches sich als eine flache Gruft mitten in der Trasse entpuppte. Vorsichtig und in Handarbeit wurde die Gruft teilweise freigelegt und von den Archäologen fotografiert und eingemessen. Die Gruft hat eine Länge von ca. 2,40 m und bietet für eine Grabliege Platz. Sie war aber leer und nur Reste eines Brettes, vielleicht eine Totenliege, konnte man im Inneren erkennen. Anschließend wurde die Gruft wieder fachgerecht verschlossen, um sie vor weiteren Schäden zu bewahren.
Die Wasser- und Abwasserleitungen wurden an der Gruft vorbeigeführt und durch die Leerrohre unter der Steinplatte ins Innere des Turmes bis in das erste Obergeschoss geführt. Im nächsten Schritt wurden in diesem Frühjahr die Wasserzapfstellen auf dem Friedhof an die neue Wasserversorgung angeschlossen. Eine neue Wasserstelle soll im Bereich des Kirchturmes entstehen. Die anderen Zapfstellen werden im Rahmen der Wegesanierung des Friedhofs erneuert. Diese Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Finanzierung erfolgt zum großen Teil aus Spenden an den Kirchbauverein Golm.
Dipl.-Ing. Johannes Gräbner /// Vorsitzender Kirchbauverein Golm e.V.
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